Das Wort zum Sonntag – Mit „Toleranz“ gegen Freiheit und Demokratie

August 30, 2008

Vor zwei Wochen entdeckte ich einen Kommentar zu einem Artikel über die Mohammedkarikaturen in diesem Blog. Der Kommentar sei hier ersteinmal in voller Länge und unverändert widergegeben:

Anna
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Es ist Assozial sowas in den medien zu zeigen … ich finde und glaube an Tolleranz die verloren gegangen ist .. auch der Jornalist ***** der diese zeichnung etc. in der öffentlichkeit gestellt hat … hat keine tolleranz .. man hat provoiert wir alle in der EU wissen wie die dänen.. zu den muslimen in dem eigenen land stehen und diese beschmipfen .. und dies dann noch so in einer demütigen zeichnung zu verkörpern … schade das man troz soviel wissen .. so dumm ist ;) Und wenn man dann 150 tote hat fragt man sich warum presse freiheit … schade um die menschen die sterben mussten .. und schade das auch christen diesen motto folgen auge um auge zahn um zahn soweit ich weiß kommt dieser auch in der bibel vor .. in welchem kontexxt man diesen liest ist ja egal .. er steht da … so wie man den quran interpretiert .. ;) schade schade das man nicht einsieht das es inzwischen sehr viele menschen gibt .. die muslime sind .. was man mit dieser demütigen karikatur bewirken wollte .. verstehe ich nicht … wenn man was in den medien stellt .. sollte man das wissen haben das es nich gestattet ist ein bild zu malen von P.M. (der grund … wir beten keine bilder an .. das gemalte verfehlt das Orginale Bild) .. schade das man rassismus … gegen religion empfindet .. man kennt dem spruch ja .. wenn man klatscht dann aber mit beiden händen … wenn man ein fehler macht sollte man sich entschuldigen .. und ich bin mir sicher der andere wird es auch machen .. ) lebt in fireden und lasst aufhören .. glauben und religion schlecht zu machen … es verletzt wenn man sich nicht auskennt .. sollte man nichts interpritieren .. ich hoffe man verletzt uns muslime nicht mehr .. und ich hoffe .. das man auch christen nicht in anderen ländern verletzt .. LERNENE WIR ALLE TOLLERANZ!!!!“

Es beschleicht einen nach dieser Lektüre der Verdacht, dass gewisse Menschen mohammedanischen Glaubens einen sehr eigenwilligen, auf ihre eigenen Interessen ausgerichteten Toleranzbegriff vertreten. Zumal „Toleranz“ vom lateinischen „tolerare“ abgeleitet ist, was soviel wie „erdulden“ oder „ertragen“ bedeutet. Dass mohammedanische Glaubenssätze und Verhaltensvorschriften für Nichtmuslime völlig uninteressant (wenn überhaupt bekannt) sind, scheint „Anna“ völlig auszublenden. Das sie diese „Anmaßung“ der Ungläubigen nicht duldet, zeugt eben von ihrer Intoleranz, auch wenn sie anderes behauptet, da die  Aufgabe des Tolerierens in diesem Fall bei ihr und ihren Glaubensbrüdern und -schwestern liegt.

Doch ein Satz zeigt, welches Anliegen „Anna“ nun tatsächlich antreibt: „Und wenn man dann 150 tote hat fragt man sich warum presse freiheit“. Ja, warum Pressefreiheit, „Anna“? Betrachten wir doch den konkreten Fall Karikaturenrandale. Die gewaltsamen Proteste kamen erst Monate nach der Veröffentlichung von zwölf Mohammedkarikaturen in einer dänischen Provinzzeitung auf. Warum geschah dies nicht schon nach wenigen Tagen? Die Antwort ist so absurd, wie sie traurig ist. Einige dänische Imame unternahmen eine regelrechte Krawallpromotiontour duch die islamische Welt. Dabei mogelten sie noch mehrere „Karikaturen“ in ihre Protestmappe. Darunter das Foto eines Franzosen mit einer Schweinsnase aus Gummi im Gesicht; der Hintergrund dieser „Karikatur“ hatte freilich nichts mit Mohammed und dem Islam zu tun, wie die Krawallimame behaupteten, sondern es handelte sich um einen „Grunzwettbewerb“ bei einem Dorffest. Dieser Umstand blieb den zum „spontanen Krawall“ angestifteten Massen leider unbekannt, da es sich bei den „islamischen Staaten“ allesamt um Diktaturen handelt, in denen es keine freie Presse gibt. Daher ist nicht der Umstand der Pressefreiheit schuld am Tod dieser Menschen, sondern der Umstand der Pressezensur.

Natürlich geht es „Anna“ in ihrem Kommentar weder um Toleranz noch um einen „bedächtigen“ Einsatz der Pressefreiheit, sondern allein um den Anspruch islamisches Recht unter dem Vorwand der Toleranz durchzusetzen. Denn es ist sicher fraglich, ob „Anna“ und ihre mohammedanischen Freunde so „tolerant“ sind, den Buddhisten zuliebe auf Fleisch generell und auf das Opferfest im speziellen zu verzichten . . .

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Das Wort zum Ostersonntag

März 22, 2008

Und so begab es sich, dass Judas Ischariot seinen Sektenguru Joshua ben Joseph, der später als Jesus Christus bekannt werden sollte, verriet. Eine von der Nachwelt sehr geschätzte Tat, da sie half den Sektenguru zum Gott erklären zu können. Leider mobbten die restlichen Sektierer Judas in den Selbstmord. Die Römer hingegen waren froh einen Unruhestifter und Putschisten beseitigen zu können. Sie nagelten besagten Deliquenten an eine Querlatte, zogen diese an einem Baum herauf und nagelten zwei Podeste an den Baumstamm, eines zum Stehen und eines zum Sitzen. Das Podest zum Sitzen hing etwas tiefer, so dass der Verurteilte um seine Beine zu entlasten und sich zu setzen, sich an seinen Armen hängen lassen musste, was ihm das Atmen fast unmöglich machte. So verstarb Joshua ben Joseph aka. Jesus nach wenigen Stunden. Keine besonders lange Zeit; die Römer kreuzigten auch öfter Deliquenten auf Zeit, so dass es dem Zufall überlassen wurde, ob sie nach zwei Tagen entweder tot oder frei waren.

Nun hätte die Geschichte mit dem Ableben des Aufrührers zu Ende sein können, so wie es für viele judäische Sektengurus zur damaligen Zeit das Ende war. Nur kamen seine Anhänger auf die pfiffige Idee einen Zombiekult um seine Person zu spinnen, indem sie behaupteten er sei von den Toten auferstanden, sei zum Zombiejuden geworden und per Fahrstuhl zu seinem „Vater“ in den Himmel entrückt worden.

Als der christliche Zombiekult dann im Laufe der Jahrhunderte nach Europa schwappte, wurden die alten Feste zu ehren der heidnischen Götter kurzerhand in christliche „Feste“ umgedeutet. So feiert denn dann die Christenheit am heutigen Wochenende nicht etwa Ableben und Zombiewerdung eines jüdischen Sektenführers, sondern eigentlich die Fruchtbarkeitsgöttin Ostara, nach der auch das Osterfest noch immer benannt ist und an dem man kleine Kinder nach Eiern als Zeichen der Fruchtbarkeit suchen lässt. Wenn das nur auch der Hitlerjunge Ratzinger bzw. Papst Benny der Zuvielte wüsste . . .

HAPPY OSTARA!


Das Wort zum Sonntag II

Februar 16, 2008

Eine Überlegung lässt mir keine Ruhe: Das Kinderbuch „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel“ soll auf den Index gesetzt werden. Ob dies geschieht oder nicht soll ein Gremium entscheiden, in dem unter anderem auch Vertreter der Kirchen sitzen, aber keine Vertreter säkularer bzw. humanistisch-atheistischer Verbände. Dieses voreingenommene Gremium soll also entscheiden, ob Religionskritik jugendgefährdend ist oder nicht. Man verzeihe mir den jetzt folgenden Nazivergleich, aber ist dieser Umstand nicht so, als ob die SS in Auschwitz ermittelt? Jeder, der hier von einem fairen Verfahren spricht kann nur ein fundamentalistischer Gotteskriecher sein.

Hoffen wir, dass die Kirchenvertreter in diesem Gremium mehr Respekt vor unserem Staat, den Rechten und der Meinung Ungläubiger haben, als vor ihren wirren Glaubensaussagen!

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Das Wort zum Sonntag

Februar 9, 2008

Um mich ein wenig selbst zu motivieren regelmäßig diesen Blog zu ergänzen, werde ich ab sofort jeden Samstag Abend mein eigenes „Wort zum Sonntag“ posten. Was dieses beinhaltet kann ich noch nicht abschätzen, vielleicht ein Zitat, allgemeine Überlegungen oder was auch immer ich gerade zur Hand habe. So will ich heute mit einem Zitat beginnen, dessen Urheber ich leider nicht bestimmen konnte, dass aber wunderbar zu den haarsträubenden Geschichten (Scharia-Bischof, Mohammedbildchen, Kinderbuchzensur) diese Woche passt:

„Wer mit 20 kein Atheist ist, hat kein Herz, wer mit 40 immer noch keiner ist, hat keinen Verstand.“

-unbekannt

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