Ist die Wahrheit schlecht für Kinder?

Das unserer christlich-fundamentalistisch orientierten Bundesgebärministerin Ursula von der Leyen unterstellte Familienministerium meint: ja! Wie kommen die Herschaften darauf? Nun, sie streben eine Indizierung des Kinderbuchs „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel“ an.

 Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel

Die Geschichte des Buches ist schnell erzählt: Ferkel und Igel entdecken ein Plakat, dass einen gewissen „Gott“ anpreist. Da beschließen die beiden besagten „Gott“ zu finden und befragen dazu einen Rabbi, einen Priester und einen Mufti. Die beiden tierischen Protagonisten finden die Hass- und Mordgeschichten, die ihnen von den drei Männern als „heilige Wahrheit“ dargeboten werden überhaupt nicht toll und kommen zu dem Schluss „wer Gott nicht kennt, der braucht ihn nicht“. Nach Ansicht des Bundesverblödungsfamilienministeriums werden die drei Religionen „verächtlich“ gemacht und die Kritik am Alten Testament ist nach dem Dafürhalten des Ministeriums „antisemitisch“. Wer allerdings Bibel und Koran einmal gelesen hat, der ist verwundert über diesen Antrag, da die religiösen Horrorgeschichten in diesem Buch noch kindgerecht sanft daherkommen. Die komplette Story, samt Indizierungsantrag im Wortlaut gibt es bei hpd-online.

Gegen den religionsapologetischen Schwachsinn des Ministeriums haben die Autoren auf www.ferkelbuch.de eine Seite mit Hintergrundinformationen und einer Petitionsliste gegen die Indizierung eingerichtet.

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